23Sep2019 CCC

"Vernetzte Mobilität ohne Abgase wird in Regensburg wichtigstes Element der Smart Mobility sein"

Interview mit Bürgermeister Jürgen Huber zum 2. Regensburger Verkehrskongress

Interview mit Bürgermeister Jürgen Huber zum 2. Regensburger Verkehrskongress

Wie kann man mit Technologie die Mobilität einer Stadt smarter und umweltfreundlicher machen kann? Erfahren Sie am 22. Oktober beim 2. Regensburger Verkehrskongress, der vom IT-Logistikcluster und die Stadt Regensburg organisieren wird, mehr dazu.

Vorab haben wir mit Bürgermeister Jürgen Huber über das Thema "Smart Mobility" gesprochen.

Regensburg hat sich zum Ziel gesetzt, zu einer „Smart City“, also einer „schlauen Stadt“ zu werden und arbeitet dafür an einer Strategie. Ein wesentlicher Bestandteil ist dabei sicher das Thema Smart Mobility. Was hat die Stadt in dieser Hinsicht geplant?

Smart City Regensburg wird m. E. in wesentlichen Teilen die Stadtplanung der Zukunft sein. Deshalb gilt es jetzt so weit als möglich voraus zu schauen und entsprechend die Weichen zu stellen. Das tun wir gerade mit unserem Strategie- und Lernprozess. Wir werden auch noch verstärkt mit anderen Großstädten und Metropolen zusammenarbeiten. Kleine Insellösungen gibt es zuhauf bereits jetzt. Eine Strategie 2030 entsteht gerade. Das wichtigste Element der Smart Mobility wird vermutlich Modale (= vernetzte) Mobilität ohne Abgase sein.

Wie sehen die sonstigen Meilensteine der Strategie von Regensburg aus, um eine Smart City zu werden?
Ein weiterer Meilenstein der SCR wird die starke Beteiligung der Zivilgesellschaft und die optimierte Kommunikation mit Wissenschaft und Wirtschaft sein müssen.

Wo im Alltag – ob privat oder beruflich – werden die Bürger von Regensburg merken, dass sie in einer schlauen Stadt wohnen?
Schlaue Stadt heißt sicherlich nicht nur, dass mehr und vor allem digitale Dienstleistungen z. B. zur Autoanmeldung oder Kita-Plätze angeboten werden, aber auch der Bürger-Service und E-Government-Lösungen werden sukzessive noch mehr kommen. Auch die Prozesse der Verwaltung können mit Hilfe digitaler Produkte verbessert (beschleunigt) werden, was, eigentlich wie alles dabei, zur Verbesserung oder dem Erhalt der guten Lebensqualität in Regensburg beitragen wird.

Gibt es in Regensburg bereits Potenzial, wie erste Ansätze in Richtung Smart Mobility weiter ausgebaut werden können? Welche Beispiele wären das?
Die RVV-App etc.

Welche Stadt im europäischen Raum ist Ihr persönliches Vorbild in Sachen Smart Mobilty und warum?
In Regensburg war man schon immer ambitioniert und hat sich seit je her mit den „Besten“ verglichen, Wien, Kopenhagen, Utrecht… was mir immer gut gefiel. Die Lösungen für Regensburg müssen aber doch immer zu UNS passen. Zur Mentalität der Stadt, zu den Bedingungen. Diese Lösungen für Regensburg finden wir aber auch.

Gibt es Förderprogramme, die die Stadt nutzen kann für ihre gesamte Smart City Strategie?
Das Thema Digitalisierung ist ja jetzt in aller Munde und es gibt auch immer mehr Förderungen, die wir uns alle anschauen und für unsere Zwecke prüfen. Aber ehrlich gesagt, es gibt auch „Unsinns-Förderprogramme“, die müssen wir nicht haben. Nicht jedes „Schwein“, das durchs mediale Dorf getrieben wird, ist eine Lösung. Da sind wir sehr selbstbewusst als Regensburger.

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