18Okt2016 M

Containertransporte im Hafen Hamburg: HHLA beauftragt automatisierte Slotbuchung

Nürnberg, den 17. Oktober 2016 – Die Hamburger Hafen und Logistik Aktiengesellschaft HHLA hat das Software- und Systemhaus cargo support mit der Programmierung einer automatisierten Lösung für das Slotbuchungsverfahren beauftragt. Mit dem Slotbuchungsverfahren müssen ab 2017 verbindliche Zeitfenster für die Übernahme von Containern an den Terminals des Hafen Hamburgs reserviert werden. Damit sollen Lkw-Fahrten zu den Terminals gleichmäßiger über den Tag verteilt werden, was Rückstaus vermeidet und die Leistungsfähigkeit der Anlagen erhöht.

Die automatische Slotbuchung soll ein integrierter Bestandteil des Transportmanagementsystems cargo support dispo werden, das von der HHLA-Tochter CTD Container-Transport-Dienst GmbH und vielen weiteren Transporteuren eingesetzt wird. Die Lösung wird die verfügbaren Slots selbständig buchen, verarbeiten und den aktuellen Status aller Container in Echtzeit auf einem interaktiven Dispo-Plan anzeigen. Darüber hinaus ist eine mobile Anwendung mit Fahrer-App vorgesehen, damit Fahrer rund um die Uhr auch ohne Unterstützung durch die Disposition handeln können.

Bis zum 31. März 2017 soll das System bereit stehen. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, wendet cargo support für das Projekt die SCRUM-Methode an. Scrum ist eine der so genannten "agilen" Entwicklungsmethoden für Software. Der englische Begriff Scrum bedeutet so viel wie "Gedränge" und bezeichnet hier einen Handlungsrahmen für das Projektmanagement. Dieser beruht auf der Erfahrung, dass die meisten modernen Entwicklungsprojekte zu komplex sind, um einen vollumfänglichen Plan erstellen zu können.

Scrum kann die Komplexität der Aufgabe nicht reduzieren, strukturiert diese aber in kleinere und weniger komplexe „Häppchen“ und erfordert ein hohes Maß an Planungsdisziplin. Das Projekt ist in Sprints mit einer Dauer von jeweils zwei Wochen aufgeteilt. Danach wird das Product Increment ausgeliefert, von den Auftraggebern getestet und abgenommen oder mit Nachbesserungswünschen zurückgegeben.

Mit dem Slotbuchungsverfahren setzt die HHLA 2017 einen weiteren wesentlichen Schritt für die Beschleunigung der Containerabfertigung im Hafen Hamburg um. Mit der gleichen Zielrichtung wurde bereits die TR02 Schnittstelle eingeführt, die ebenfalls in cargo support dispo integriert wurde. Damit werden frühzeitig alle relevanten Auftrags- und Containerdaten zwischen Transporteur und Terminalbetreiber ausgetauscht. Während die Terminals die Planungsdaten der Transportunternehmen erhalten, bekommen diese im Gegenzug alle aktuellen Statusinformationen zu den Containern. Die Disponenten erfahren damit sofort, wenn einer "ihrer" Container gelöscht wurde. Im nächsten Schritt stößt cargo support dispo automatisch die Verzollung via ATLAS an, so dass der Container rund zehn Minuten später vom Fahrer übernommen werden kann. Dieser muss sich nur noch mit einem fünfstelligen PIN-Code legitimieren, der via TR02 generiert wird.

Die vollständige Presseinfo finden Sie hier.

Zum Mitgliedsprofil

zurück zu News